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Die vernetzte Gesellschaft: Von Datenschutz bis Datenanalyse

Die vernetzte Gesellschaft: Von Datenschutz bis Datenanalyse
Typ: Proseminar und Seminar
Lehrstuhl: Fakultät für Informatik
Semester: Sommersemester 2011
Ort:

Raum 348, Geb. 50.34

Zeit:

Dienstags, 7.-28.6., 11:30-13:00 Uhr

Dozent:

Clemens Heidinger
Christian Hütter
Erik Buchmann
Martin Heine
Stephan Kessler

SWS: 2
ECTS: 3 (Proseminar) bzw. 4 (Seminar)
LVNr.: 24537 und 24797
Hinweis:

Vorbespechung: Mittwoch 13.04., 13-14 Uhr, Raum 301 (Geb. 50.34)

Inhalte des Seminars

Themenbereich Datenschutz

In der vernetzten Gesellschaft werden personenbezogene Daten in vielen verschiedenen Bereichen preisgegeben und von Dienstanbietern gespeichert. Folgend einige Beispiele:

  1. Soziale Netzwerke: In sozialen Netzwerken wie Facebook oder studiVZ geben Benutzer beispielsweise ihre Hobbies an oder legen offen, wer zu ihrem Freundeskreis gehört. Nachrichten und Status-Updates erlauben den Anbietern das Erstellen von Interessenprofilen.
  2. Smartphones: Die auf modernen Smartphones installierten Applikationen („Apps“) haben oftmals Zugriff auf sensitive Daten, beispielsweise das Telefonbuch, die aktuelle GPS-Koordinate oder der Inhalt der Zwischenablage.
  3. Cloud Computing: Anwendungen und Datenbanken werden mit dem Ziel der Kostenersparnis in die „Cloud“ ausgelagert. Dabei geht auch ein Verlust der Kontrolle über die gespeicherten Daten sowie den Zugriff darauf einher.

Im Rahmen des Seminars werden zu diesen und weiteren Bereichen die jeweiligen Datenschutzprobleme herausgearbeitet, gefolgt von der Analyse geeigneter Verfahren zur Lösung der Probleme. Eine Lösung zu (3) ist beispielsweise, dass der Urheber der Daten diese verschlüsselt, bevor er sie in die Cloud sendet. Darunter kann aber die Performanz der Anfragebearbeitung leiden und es ist herausfordernd, sowohl hohe Anonymität als auch hohe Performance sicherzustellen. Die komplexeren Themen (beispielsweise zu (3)) werden im Seminar bearbeitet, die weniger komplexen im Proseminar.

Themenbereich Datenanalyse

Durch die zunehmende Bedeutung von sozialen Netzwerken wurden auch die Analysetechniken verfeinert. Eine bekannte Technik sind sog. Zentralitätsmaße, um die Wichtigkeit einer Person in einem Netzwerk zu bestimmen. 'Zentrale' Personen sind bevorzugtes Ziel für virales Marketing. Weiterhin können Data-Mining-Verfahren in sozialen Netzwerken eingesetzt werden, um Verknüpfungen zwischen Benutzern vorherzusagen oder Benutzergruppen zu identifizieren, die häufig miteinander interagieren.

In den weiterführenden Seminarthemen sollen sog. Kleine-Welt-Netzwerke untersucht werden. Dabei handelt es sich um ein Modell für soziale Netzwerke, bei dem beliebige Fremde durch eine kurze Kette an gemeinsamen Bekannten verbunden sind. In Milgrams bekanntem Experiment war jede beliebige Person über höchstens sechs Schritte erreichbar. Gegenstand aktueller Forschung ist die Untersuchung des Kleine-Welt-Phänomens in sozialen Netzwerken.

 

Material

Folien zur Auftaktveranstaltung (inkl. Themeneinteilung)
LNCS Proceedings Formatvorlage für Ausarbeitung